Version 13 (März 2023)
Zur Florenliste
Inhalt:
  • akzeptierte Namen der in Deutschland vorkommenden Gattungen, Arten und Unterarten
  • Hybriden
  • Synonyme in der floristischen Literatur
  • Angabe zur Betonung der wissenschaftlichen Namen
  • Zitate der Erstbeschreibungen und Kombinationen
  • deutsche Namen
  • Verbreitung in den Bundesländern
  • Status der Vorkommen
Nicht enthalten sind:
  • ausschließlich kultivierte, angesalbte und angesäte Sippen
Die Konzeption dieser Liste sowie die ihr zugrunde liegende Datenbank sind das Ergebnis der jahrzehntelangen Arbeit von Karl Peter Buttler. Er starb im Jahr 2018. Die Liste wird kontinuierlich erweitert und modifiziert. Die online publizierten Versionen sind jeweils zum Erscheinungsdatum fixiert, so dass für eine Zitierung die Versionsnummer ausreicht.
Bearbeitung (ab 2019): Ralf Hand, ralfhand(at)gmx.de
Programmtechnik: Michael Thieme, m.thieme(at)iesy.net
Zitiervorschlag (how to cite us): Ralf Hand, Michael Thieme & Mitarbeiter 2023: Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler, Version 13 - https://www.kp-buttler.de.
Version 13: Publiziert am 01.03.2023, Berlin
Mitarbeiter/innen: Folgenden Personen sei für Ergänzungen, Fehlerkorrekturen und sonstige Beiträge zur aktuellen Version gedankt: Abraham van de Beek (NL-Leiden), Andreas Fleischmann (München), Günter Gottschlich (Tübingen), Thomas Gregor (Schlitz), Michael Hassler (Bruchsal), Rudolf Höcker (Eckental), Sylvain Hodvina (A-Waidhofen an der Thaya), Franco Kämmer (Freiburg im Breisgau), Andreas König (Frankfurt am Main), Ulrich Kottke (Waldrach), Eckhard von Raab-Straube (Berlin), Hans Reichert (Saarbrücken), Nick Turland (Berlin), Filip Verloove (B-Meise), Erik Welk (Halle/Saale) und Alexander Wünsche (Görlitz). In den Dank eingeschlossen sind diejenigen, die zu früheren Versionen beigetragen haben.
Abstract: Checklist of the vascular plants of Germany, version 13
The online version of the checklist includes all names of indigenous and alien taxa known to occur in Germany and its federal states (status categories: I/indigenous, U/casual, T/naturalised non-invasive, E/naturalised invasive). Hence, it offers much more detailed data compared to the printed version of the German checklist and all recently published floras. Apart from accepted names for genera, species and their subspecies it provides lists of synonyms used in German floras and herbaria. Contrary to various other data bases it constitutes not a mere compilation of other name lists. Names already checked against original sources can be recognized by reference of publication year and page number. The checklist offers one of the most comprehensive sources of synonyms to the European flora, namely as regards infraspecific names. Furthermore, it is the only online source that shows occurrence and status in the federal states according to standardised criteria. The checklist will be updated continuously.
Änderungen und Ausblick
Im Vergleich mit der vorigen Version stellt die erstmalige Anzeige von Anmerkungen zu Namen und Taxa eine Novität dar. Das Gros der Kommentare erschließt Literatur, die zum Verständnis taxonomisch-systematischer Entscheidungen pro und contra alternativ verwendeter Konzepte hilfreich sind. Diverse Anmerkungen beziehen sich auf nomenklatorische Problemfälle sowie Erläuterungen zum Status. Die Kommentare sollen sich auf notwendige Fälle beschränken. Nicht angestrebt wird der Ausbau zu einem Almanach allgemein zugänglicher und anderenorts bereits erschöpfend behandelter Fragen zu Taxonomie, Systematik, Nomenklatur und Chorologie. Namen mit Anmerkungen sind in der Florenliste mit dem Symbol    am Ende des Eintrags kenntlich gemacht.
Vor allem belebt durch die molekular-phylogenetische Forschung hält die Tendenz an, bisher etablierte Gattungen neu zu gliedern. Es soll an dieser Stelle noch einmal betont werden, dass die deutsche Florenliste eine gemäßigt progressive Linie verfolgt. Danach werden Änderungen erst dann vollzogen, wenn sie unausweichlich sind, vor allem wenn sich Gattungen als polyphyletisch erweisen. Vorgeschlagene Änderungen, die noch mehr oder weniger kontrovers gesehen werden, vor allem wegen Widersprüchen bei den Analysen oder wegen des Fehlens diagnostischer morphologischer Merkmale der propagierten Taxa, werden zurückgestellt. Das die Systematik gegenwärtig sehr dominierende Monophylie-Kriterium wird als wichtig erachtet. Stärker als in anderen Verzeichnissen wird jedoch die gute morphologische Diagnostizierbarkeit von Taxa hoch gewichtet mit der Konsequenz, dass etwa kryptische, also nur anatomisch, karyologisch oder genetisch, nicht aber mit den üblichen Hilfsmitteln identifizierbare Sippen nicht akzeptiert werden. Paraphyletische Taxa (in dieser Liste sind vor allem Gattungen betroffen) werden nicht per se als geringwertige, unbedingt zu vermeidende Einheiten bewertet. Vielmehr werden systematische Ansätze bevorzugt, die evolutive Innovationen hoch werten. Oder um es mit Fischer (2013; Carinthia II 203/123: 349-428) zusammenzufassen: „Ein streng genealogisch-phylogenetisches System läuft Gefahr, biologisch entscheidenden evolutiven Neuerungen nicht gerecht zu werden oder sie gar zu ignorieren“. Bisweilen stehen solche Konzepte nicht im Einklang mit gegenwärtig vielfach bevorzugten Gliederungen, die stark vom Monophylie-Dogma geprägt sind. Nichtsdestotrotz können alle für alternative Ansätze wichtigen Namen über die Florenliste erschlossen werden.
Die neue Version der Florenliste zeigt etwa 66000 Namen an. Weitere rund 41000 für die deutsche Flora relevante Namen sind in der nichtöffentlichen Datenbank hinterlegt. Die Freischaltung der letztgenannten Daten nach Überprüfung der Originalquellen soll kontinuierlich fortgesetzt werden. Im Vergleich mit der vorigen Version wurden zahlreiche taxonomisch-systematische Änderungen vorgenommen, vielfach Neophyten aus außereuropäischen Bereichen und vor allem Gattungskonzepte betreffend. Monographische, alphataxonomische Bearbeitungen von Artengruppen für größere geographische Räume hingegen werden zunehmend zu Ausnahmeerscheinungen. Die Adventivfloristik in Deutschland scheint hingegen wieder stärker aufzuleben, wenn man Publikationen zu Erstnachweisen für die Bundesländer als Indiz nimmt. Den Überblick zu wahren gestaltet sich zunehmend schwieriger. Auch deshalb sind Ergänzungen und Korrekturen weiterhin willkommen, insbesondere neue Publikationen im pdf-Format oder Links zu Online-Quellen.

Erläuterungen zur Florenliste
Aufbau der Florenliste
Die Standardeintragung besteht aus Name, Autor(en), Jahr der Veröffentlichung, Stelle der Veröffentlichung (Seite, Abbildung, Exsikkat), deutschem Namen.
Die akzeptierten Namen der Sippen sind alphabetisch nach Gattungen, Arten und Unterarten sortiert. Bei einigen Gattungen sind die Arten in Gruppen sortiert, um einen besseren Überblick zu ermöglichen: Euphorbia (Chamaesyce, Euphorbia s. str.), Hieracium (Hieracium s. str., Pilosella), Oenothera (Gruppierung nach Sektionen, Subsektionen, in der Subsektion Oenothera nach Artengruppen), Ranunculus (Batrachium, Ranunculus s. str., Auricomi), Rubus (Gruppierung nach Untergattungen und Sektionen), Senecio (Jacobaea, Senecio s. str.), Taraxacum (Gruppierung nach Sektionen). Bei Rubus stehen lokale Biotypen, die nicht als Arten eingestuft werden, am Ende der jeweiligen Synonymenliste der Sektionen Corylifolii und Rubus.
Die Synonyme können mit dem Schalter vor dem Namen ein- und ausgeblendet werden. Sie sind in der Regel alphabetisch sortiert. Bei einigen Sippen sind sie in Gruppen zusammengefasst, um auf infra(sub)spezifische Differenzierungen hinzuweisen und um eine bessere Übersicht zu erreichen. In diesen Fällen ist der erste Name einer solchen Gruppe unterstrichen.
Zitate der Erstbeschreibungen und Kombinationen
Die Zitate werden nach Anklicken des Namens in einem eigenen Feld angezeigt. Sie stehen nur bei überprüften Namen zur Verfügung. Bei diesen ist nach dem Veröffentlichungsjahr die Stelle der Veröffentlichung (Seite, Abbildung, Exsikkat) angegeben. Bei vielen Namen werden genaue bibliographische Quellen angezeigt, bei den ab 2019 erfassten Quellen nur noch die Kurzformen der Referenzen nach dem Standard von IPNI. Letzteres gilt auch für die Namenskürzel der nomenklatorischen Autorinnen und Autoren. In wenigen Ausnahmen zeigt ein Asterisk (*) am Namen an, dass die Identität noch nicht abschließend geklärt ist.
Referenzfloren
Wenngleich in vielen Fällen durch die Synonymie zu Namen akzeptierter Sippen klar ist, welchem taxonomischen Konzept gefolgt wird, also wie der taxonomische Inhalt zu deuten ist, erscheinen zusätzliche Hinweise sinnvoll. Bei der taxonomischen Fassung der in Deutschland etablierten Sippen wird überwiegend den jeweils aktuellen Bänden der Rothmaler-Reihe gefolgt (Müller & al. 2021, Grundband, ed. 22), bei verwilderten Gartenpflanzen deren Band 5 (Jäger & al. 2008). Abweichungen ergeben sich vor allem bei der Gattungsgliederung. Viele Anmerkungen, auch Begründungen zu solchen nomenklatorischen und taxonomischen Abweichungen, finden sich in der gedruckten Florenliste von 2008 (Buttler & Hand 2008, Kochia-Beiheft 1) sowie in den Beiträgen zur Fortschreibung der Florenliste (ab Kochia, Band 1 jährlich)); viele Hinweise sind nun auch in dieser Online-Liste in den Anmerkungen zu finden. Bei sonstigen Taxa sind die aktuellen Florenwerke für Nordamerika und China meistens ausschlaggebend, fallweise auch die stark veraltete Flora Europaea, in zahlreichen weiteren Fällen neuere Gattungsmonographien, die hier nicht im Einzelnen gelistet werden können.
Länderverbreitung und Status
Die Angaben zu Länderverbreitung und Status sind kombiniert. Die Verbreitungsangabe folgt auf den Namen, von diesem durch einen Gedankenstrich abgetrennt. Sie beginnt mit dem Status für Deutschland insgesamt. Darauf folgt durch einen Schrägstrich abgesetzt die Verbreitung in den Bundesländern.
Die Bundesländer sind mit einem zweistelligen Kürzel genannt.
Länderkürzel:
BBBrandenburg BEBerlin BWBaden-Württemberg
BYBayern HEHessen HHHamburg (Stadt)
MVMecklenburg-Vorpommern NINiedersachsen (mit Bremen)NWNordrhein-Westfalen
RPRheinland-Pfalz SHSchleswig-Holstein SLSaarland
SNSachsen STSachsen-Anhalt THThüringen
Bei den Länderangaben ist das Statuskürzel in Petitschrift nachgestellt, falls die Sippe dort nicht indigen ist. Für die Statuskürzel werden aus optischen Gründen Kleinbuchstaben verwendet.
Statusangaben:
ISippe etabliert (indigen oder Archäophyt)
ESippe etabliert (erst nach 1500 im Gebiet aufgetreten, Neophyt)
0Sippe verschollen/ausgestorben
TSippe mit Etablierungstendenz (Neophyt)
USippe unbeständig (Neophyt)
außerdem werden verwendet:
FAngabe falsch (Fehlbestimmung)
?fraglich (wahrscheinlich Fehlbestimmung, Kultur/Ansalbung/Ansaat ohne gesicherte Vermehrung; unzureichend dokumentierte Quelle)
XHybride (nicht etabliert)
Bei den Statusangaben für Deutschland gilt bei der Vereinigung der Statusangaben der Bundesländer folgende Rangordnung:
 ImitE 0 T U F ? wirdI
 Emit0 T U F ?  wirdE
 0mitT U F ?   wird0
 TmitU F ?    wirdT
 UmitF ?     wirdU
 Fmit?      wirdF
Neophyten [aus Kochia, Beiheft 1 (2008), hier weitere Hinweise]
Neophyten werden als etabliert (E) eingestuft, wenn die beiden folgenden Kriterien erfüllt sind:
  • wenn sie mindestens 25 Jahre im Gebiet vorkommen (Zeitkriterium).
  • wenn sie sich im Gebiet spontan generativ fortpflanzen oder vegetativ vermehren und wenn sie ein Areal besiedelt haben, es ihnen also gelingt, vom Ort der ursprünglichen Einschleppung/Ansiedlung aus ihrer Ausbreitungsbiologie entsprechend geeignete Lebensräume im Umfeld zu besiedeln (Populationskriterium).
Bei Neophyten, also erst seit der Neuzeit (ab 1500) in Deutschland (oder den einzelnen Bundesländern) nachweisbaren Taxa egal welcher Herkunft, wird nicht zwischen solchen, die eindeutig mit menschlicher Hilfe ins Gebiet gelangten und solchen, denen dies durch „natürliche Arealerweiterung“ gelang, unterschieden. Letztere werden gelegentlich als Indigene betrachtet, beispielsweise die neuerdings gehäuft an der Nordseeküste auftretenden Sippen, bei denen ohnehin vielfach der Verdacht einer ursprünglichen Ansalbung besteht. Eine solche Differenzierung im seit dem Neolithikum in weiten Bereichen stark menschlich überprägten Mitteleuropa erscheint wissenschaftlich zweifelhaft. Der traditionelle Zeitschnitt ist florenhistorisch ohnehin nur für neuweltliche Sippen halbwegs vertretbar. Wichtiger erscheint der Grad der Etablierung. Die Unterscheidung zwischen vor und nach 1500 aufgetretenen Sippen wird vor allem aus Gründen der Tradition und Vergleichbarkeit beibehalten.
Taxa, die das erste Kriterium nicht erfüllen, sind in aller Regel als Unbeständige (U) zu betrachten, deren Auftreten von neuen Diasporenlieferungen aus anderen Gebieten oder der Kultur abhängig ist. Taxa, die das zweite Kriterium nicht erfüllen, verfügen oft über eine Etablierungstendenz (T), sofern sie beginnen, lokale Areale zu besiedeln.
Von den Kriterien werden zwei Ausnahmen zugelassen. Taxa werden auch dann als etabliert angesehen,
  • wenn sie weniger als 25 Jahre im Gebiet vorkommen, sich aber über klimatisch unterschiedliche Gebiete (Groß-Naturräume) in kürzerer Zeit ausgebreitet haben (Ersatz von Zeit durch Raum: Taxa mit schneller überregionaler Etablierung) oder
  • wenn sie bei nur lokaler Ausbreitung seit mindestens 100 Jahren ohne Unterbrechung am Ort der Ansiedlung vorkommen (Ersatz von Raum durch Zeit: Taxa mit langzeitiger lokaler Etablierung).
Nicht aufgenommen werden Fälle der Verwilderung kultivierter Sippen in Botanischen Gärten und Privatgärten. Auf Gartenabfall, Ansaat oder Ansalbung zurückgehende Vorkommen werden erst dann Gegenstand der Einstufung, wenn eine tatsächliche eigenständige Vermehrung vorliegt.
Hybriden
Bei Hybriden wird zwischen nicht etablierten und etablierten Hybriden unterschieden, die in der Florenliste verschieden dargestellt werden. Das System ist somit im Vergleich mit der Florenliste von 2008 (Kochia, Beiheft 1) vereinfacht und entspricht der Vorgehensweise in der Florenliste von 2018 (BfN-Skript 519).
  • Nicht etablierte Hybriden sind sterile Hybriden ohne Fortpflanzung und ohne vegetative Vermehrung, letztlich ohne Arealbildung.
    Akzeptiert ist die Hybridformel, eventuell vorhandene Namen sind als Synonyme samt Bastardzeichen zugeordnet.
  • Etablierte Hybriden sind populationsbildende Hybriden mit Arealbildung, die entweder voll oder partiell fertil sind oder sich vegetativ vermehren und ausbreiten. Es besteht zumindest in Teilen des Areals keine Bindung an die Elternarten mehr.
    Etablierte Hybriden werden wie „normale“ Arten behandelt, akzeptiert ist der Name (das Binom und zwar ohne Bastardzeichen), die Hybridformel steht als Synonym. Dies gilt auch für Garten- und sonstige Kulturhybriden, bei denen in Mitteleuropa in der Regel keine Bastardisierung mehr stattfindet.
  • In manchen Fällen nehmen hybridogene Taxa ein Zwischenstadium ein, vor allem weil sie bisher nur punktuell ohne oder noch mit einer der Elternarten zusammen vorkommen. Solche Hybriden, bei denen bisher keine eigenständige Arealbildung vorliegt, werden formal noch der ersten Kategorie zugerechnet und kurz kommentiert. Der Kenntnisstand bei etlichen Taxa ist noch unbefriedigend, verbessert sich aber allmählich. Zukünftige Änderungen bei der Bewertung sind somit zu erwarten.
Wer weiterhin Bastardzeichen bei den Binomina verwenden möchte, kann sie setzen. Der „International Code of Nomenclature for algae, fungi, and plants“ erlaubt beide Vorgehensweisen. Das hier verwendete System ist der Versuch, die bisher sehr inkonsequente Anwendung von Bastardnamen zu vereinheitlichen. Nicht hinterfragte Traditionen kollidieren mit einer anzustrebenden Objektivierung von Kriterien. Denn auch Sippen wie Scabiosa columbaria, Veronica persica und Utricularia ochroleuca – um nur wenige Beispiele zu nennen – sind hybridogenen Ursprungs.
Auf eine Besonderheit bei den Hybridnamen wird aufmerksam gemacht. In der Literatur vor allem des 20. Jahrhunderts wurden gelegentlich Hybriden zwischen Arten, die mit der Hybridformel bezeichnet wurden, weiter untergliedert und dafür die infraspezifischen Rangstufen verwendet. Solche Benennungen können zu Missverständnissen führen, sie können mit Hybriden, bei denen ein Elter eine infraspezifische Sippe ist, verwechselt werden. Um eine eindeutige Darstellung zu erreichen, wurde als Zusatz zum Epitheton ein nachgestellter Stern (*) eingeführt. Zwei Beispiele illustrieren das Verfahren:
  • Salix aurita × repens var. arenaria steht für die Hybride aus Salix aurita und S. repens var. arenaria, der Formel folgt kein Autor.
  • Salix aurita × repens var. subaurita* steht für die Hybride aus Salix aurita und S. repens, für die eine Varietät subaurita aufgestellt wurde, der Bezeichnung folgt der Autor.

Bedienung des Programms
Anzeige der Florenliste
Die Bedienungsoberfläche setzt sich aus einem Menübereich (links und am oberen Rand), einem Fenster für die Anzeige der Florenliste (in der Mitte und rechts) und einem Meldungsfenster (links unten) zusammen.
Beim Aufruf der Website wird zunächst eine Liste aller Gattungen der in Deutschland gefundenen Sippen angezeigt. Durch Klicken auf eine Gattung werden die zugehörigen akzeptierten Namen angezeigt.
Die Namen sind je nach taxonomischem Rang mit unterschiedlicher Symbolik (Schriftgröße, Farbe, Einrückung) ausgestattet. Deren Bedeutung kann einer Abbildung
"Anzeige der Namen", die sich im Menübereich befindet, entnommen werden.
Über die akzeptierten Namen hinaus können auch Synonyme angezeigt werden. Hierfür klicken Sie auf das grüne Pluszeichen, das sich vor Namenseinträgen mit Synonymen befindet.
Nach Klick auf die Einträge überprüfter Namen erscheint im unteren Bereich des zweigeteilten Anzeigefensters das Literaturzitat der Erstbeschreibung.
Alternativ zur kompakten Liste der Gattungen kann auch eine Liste aller akzeptierten Namen angezeigt werden. Hierzu klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche im Menübereich.
Filtern von Namen
Durch Klicken auf die entsprechende Checkbox können Sie die Anzeige auf Sippen beschränken, die in einem der deutschen Bundesländer vorkommen.
Unter "Status wählen" können Sie die Anzeige auf Sippen mit bestimmtem Status in der jeweils ausgewählten Region beschränken.
Suchen von Namen
Zum Suchen von Namen wählen Sie den Reiter Namen suchen im Menübereich. Als Standard ist "Art" voreingestellt. Geben Sie die Bestandteile des gesuchten Namens in die entsprechenden Eingabefelder ein. Zur Suche infraspezifischer Taxa kann aus einer Liste eine der in der Florenliste erfassten Rangstufen ausgewählt werden. Standardmäßig wird die Datenbank nach Arten durchsucht, das heißt zu einer erfolgreichen Suche werden mindestens ein Gattungsname und ein Artepitheton benötigt.
Als Suchergebnis können entweder akzeptierte Artnamen mit den gegebenenfalls zugehörigen Unterarten und Synonymen angezeigt werden oder aber komplette Gattungen, in denen die Art gefunden wurde. Wählen Sie zur Ausführung der Suche die entsprechenden Schalter.
Zur Suche nach Gattungen klicken Sie auf die Schaltfläche Gattung. Das nun nicht benötigte Eingabefeld "Artepitheton" wird deaktiviert. Bei dieser Art von Suche werden stets komplette Gattungen angezeigt.
Durch Klick auf den Schalter Name erstellen werden die Namensbestandteile zu einem vollständigen Namen zusammengesetzt. Dies dient zur Kontrolle der korrekten Eingabe, hat auf den Ablauf der Suche aber keinen Einfluss.
Durch Aktivierung der Checkbox "Hybride" werden weitere Eingabefelder und Schalter bereitgestellt, die für die Eingabe von Hybridnamen benötigt werden. Je nach Betätigung der Schalter werden unterschiedliche Eingabefelder aktiviert und unterschiedliche Optionen angeboten. Für die Eingabe von Formeln statt Namen wird ein zusätzliches Feld bereitgestellt, in das je nach Anwendungsfall die Artepitheta oder die komplette Formel einzutragen sind. Die Aktivierung oder Deaktivierung von Eingabefeldern lässt jeweils erkennen, an welcher Stelle Eingaben zu machen sind. Im Fall von Hybridnamen wird das Hybridzeichen (×) automatisch vom Programm an der richtigen Stelle eingetragen. Bei Hybridformeln muss das Hybridzeichen vom Benutzer durch Betätigen des ×-Schalters, der sich neben dem Eingabefeld für Formeln befindet, eingetragen werden. Die Überprüfung der Eingabe mit Hilfe des Schalters Name erstellen ist bei Hybriden besonders zu empfehlen.